Dialog auf Augenhöhe

Dialog auf Augenhöhe – Mitglieder der IBB-Projektteams „Führungskräfteentwicklung“ und „Netzwerkentwicklung“ unterzogen sich erfolgreich Peer Review

Der 25. Oktober 2016 war im Maria-Stemme-Berufskolleg in Bielefeld vom Peer Review geprägt. Gleich zwei Projektgruppen fanden sich ein, um ihre Arbeitsergebnisse von den Peers, den so genannten „critical friends“, evaluieren zu lassen.

Zunächst präsentierte die Projektgruppe mit dem Thema „Personalmanagement – Führungskräfte-rekrutierung“ ihre Ergebnisse. Schulleitungen mit Stellvertretungen arbeiten in diesem Team berufskollegübergreifend zusammen. Es sind:

  • Eberhard Bolte vom Carl-Severing-Berufskolleg für Metall- und Elektrotechnik der Stadt Bielefeld,
  • Andreas Czorny vom Helene-Weber-Berufskolleg in Paderborn und
  • Manfred Kreisel vom Lüttfeld-Berufskolleg Lemgo

gemeinsam mit den Stellvertretungen

  • Stefanie Ebbesmeier vom Ems-Berufskolleg Rheda-Wiedenbrück,
  • Anja Rittinghaus vom Erich-Gutenberg-Berufskolleg Bünde und
  • Frank Stukemeier vom Maria-Stemme-Berufskolleg Bielefeld.
Die Projektbeteiligten erläuterten, wie der Prozess, Führungskräfte in Berufskollegs systematisch zu entwickeln, gelingen könne. Eine entscheidende Bedingung sei es, so betonten die Referenten, bereits zu Beginn der Dienstzeit die Laufbahn von Lehrkräften systematisch mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu planen. Ausgehend von der Probezeit und der Studienrats-/Studienrätinzeit legten die Redner ein Konzept dar, das Überlegungen zu den Aufgaben, den Beteiligten und den Instrumentarien beinhaltet, um aktive Personalentwicklung zu realisieren. Bild 1 (von links nach rechts: E. Bolte, F. Stukemeier, A. Czorny, S. Ebbesmeier)

 

Hier ein Beispiel:

A-13-Phase Beteiligte Instrumente
Aufgaben:
Unterrichten, Beraten, Innovieren, Beurteilen, Erziehen, Organisieren, Verwalten
Schulleitung
Erweiterte Schulleitung
Unterrichtsbesuche
Beratungsgespräche
Ziel- und Entwicklungsgespräche
Beobachtungen
Schwerpunkt: Entwicklung und Lernen

Ein „10-Punkte-Papier“ mit den Bedingungen für eine erfolgreiche Gewinnung von Führungskräften rundet das Konzept ab.

Ziel ist es unter anderem, eine Systematik zu generieren, die auf andere Berufskollegs übertragbar ist. So kann für die Region OWL ein einheitlicher Qualitätsstandard in der Führungskräfteentwick-lung geschaffen und der Nachwuchs nachhaltig gesichert werden.

Im Verlauf des Nachmittags präsentierte das Projektteam „Netzwerkentwicklung“ Schwerpunkte ihrer Arbeit. Die Mitglieder dieses berufskollegübergreifenden Teams sind:

  • Christina Ewers, Berufskolleg Senne Bielefeld
  • Marco Grahl-Marniok, Friedrich-List-Berufskolleg Herford
  • Markus Kiehne, Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg Paderborn
  • Michael Kintrup, Reinhard-Mohn-Berufskolleg Gütersloh
  • Ulf Kleine Piening, Berufskolleg Halle
  • Detlef Sandmann, Ludwig-Erhard-Berufskolleg Paderborn

Erst einmal ging es um eine „Etablierung einer Stellvertreter(innen)-Dienstbesprechung“. Die Referenten erläuterten konkrete Planungsschritte, wie z. B. die Häufigkeit der Treffen, Zeitrahmen, Ort der Veranstaltung, Themen, Sammlung von Fragen/Problemen im Vorfeld der Veranstaltung oder die Notwendigkeit der Vernetzung mit den Schulleitungen. Die Präsentatoren wiesen auch auf die Ziele bzw. Vorteile hin, die mit der Etablierung einer solchen Dienstbesprechung verbunden seien. Es fördere die Vernetzung der Berufskollegs untereinander und mit der Bezirksregierung.

Das pädagogische, organisatorische und personale Wissen werde genutzt und so Synergien geschaffen. Des Weiteren sei ein Austausch über Themen der Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung möglich sowie der Entwicklung des Schulsystems Berufskolleg. Als Diskussionspunkte identifizierte das Team Aspekte wie „Verschlanken der Schulleiterdienstbesprechung durch Verteilen der Inhalte/Themen auf beide Dienstbesprechungen?“, „Gefahr der Gegenveranstaltung zur bestehenden Schulleiterdienstbesprechung?“ oder „Verbinden der Stellvertreter(innen)-Dienstbesprechung mit bestehenden Strukturen des IBB?“ Bild 2 (von links nach rechts: M. Kintrup, M. Kiehne, D. Sandmann)

Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt beinhaltete Überlegungen zur IBB-Netzwerkstruktur. Ein Entwurfspapier informierte die Zuhörer über die am Netzwerk beteiligten Ebenen Schulleiter, Schulträger, Schulaufsicht und IBB-Kooperationskonferenz sowie Möglichkeiten zur Vernetzung in Form von Information und Innovation, auch über den Modellversuch hinaus. Der Kooperationskonferenz komme dabei unter anderem die Aufgabe zu, so die Referenten, Themen von den beteiligten Netzwerkebenen zu erhalten bzw. an die Ebenen zu geben, die zu bearbeiten eine hohe Relevanz für alle hätten, wie beispielsweise Datensicherheit oder das elektronische Klassenbuch.

Geprägt waren beide Veranstaltungen von gehaltvollen Inhalten, gut strukturierten Präsentationen sowie einer offenen Diskussion und wertschätzenden Beratung auf Seiten der Peers, repräsentiert durch einen Vertreter der Schulleitung, der Schulaufsicht und des Schulträgers. Auch die Herren Bödeker und Buder äußerten sich in einem Feedback anerkennend und positiv - ein Dialog auf Augenhöhe also. Bild 3
(von links nach rechts: J. Ackermann, M. Tönnesmann, K. Kuhlmann)

 

 

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