Digitale Brücken ins Berufsleben – Minden geht neue Wege

Die Mindener Berufskollegs Leo‑Sympher und Freiherr‑vom‑Stein gestalten im gemeinsamen Projekt „Digitale Brücken ins Berufsleben“ innovative Begleitstrukturen für schulisch begleitete Praktika.

Ziel ist es, Lernende noch besser auf den Übergang in die berufliche Praxis vorzubereiten und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieben nachhaltig zu stärken.

Im Mittelpunkt stehen dabei digitale Lösungen, die Kommunikation, Organisation und Dokumentation im Praktikumsprozess vereinfachen – und damit Allen mehr Orientierung, Transparenz und Sicherheit geben: Lernenden, Lehrkräften und Praxisstellen.

 

Gemeinsames Ziel: Praktika moderner, verlässlicher und lernwirksamer gestalten

Beide Berufskollegs arbeiten daran, ein digitales Begleitkonzept zu entwickeln, das den besonderen Anforderungen ihrer jeweiligen Bildungsgänge gerecht wird.
Im Fokus steht:

  • die Stärkung der integrations- und koordinationsorientierten Aufgaben der Berufskollegs,
  • eine verbesserte Kommunikation zwischen Schule, Lernenden und Betrieben,
  • eine vereinfachte organisatorische Begleitung,
  • sowie eine klare, gut strukturierte Dokumentation des Lernprozesses.

 

Entwicklungsarbeit am Leo‑Sympher‑Berufskolleg

Ausgangslage und Rahmenbedingungen

Am Leo‑Sympher‑Berufskolleg steht der Bildungsgang Staatlich geprüfte/r Sozialassistent/in im Zentrum des Projekts. Rund 45 Lernende absolvieren ein unterrichtsbegleitendes Praktikum, bestehend aus Blockwochen und wöchentlichen Praxistagen – begleitet von vier verantwortlichen Lehrkräften.

Phase 1: Planung und Konzeptentwicklung

Im ersten Halbjahr 2025/2026 wurden die bestehenden Handreichungen zum Praktikum überarbeitet und für eine digitale Struktur aufbereitet. Dazu gehörten:

  • die Entwicklung eines klar gegliederten Begleitkonzeptes (von Vorbereitung über Orientierung und Vertiefung bis zur Abschlussphase),
  • die Erstellung digitaler Räume für Kommunikation, Organisation und Lernproduktdokumentation,
  • sowie Schulungen für Lernende und Lehrkräfte zur Nutzung der schulinternen digitalen Ausstattung.

Phase 2: Implementierung und Erprobung

Im zweiten Halbjahr kommt das Konzept in Unterricht und Praktikum erstmals zum Einsatz.
Die Lernenden können ihre Praxisphasen mit digitalen Endgeräten begleiten und werden von Lehrkräften fortlaufend unterstützt – sowohl vor Ort als auch digital.

Phase 3: Evaluation & Weiterentwicklung

Zum Ende des Schuljahres 2025/2026 werden Rückmeldungen von Lernenden, Lehrkräften und Betrieben ausgewertet.

 

Entwicklungsarbeit am Freiherr‑vom‑Stein‑Berufskolleg

Ausgangslage und Rahmenbedingungen

Hier liegt der Schwerpunkt im Bereich der Berufsfachschulen Wirtschaft (Typ 1 & Typ 2).
Mit sieben Klassen, zwei Standorten, rund 130 Lernenden und 33 beteiligten Lehrkräften sind die organisatorischen Anforderungen erheblich – und bieten ein großes Potenzial für digitale Unterstützung.

Phase 1: Strukturaufbau und Materialentwicklung

Im ersten Halbjahr 2025/2026 entstanden umfangreiche digitale Strukturen:

  • gemeinsame Informations- und Arbeitsbereiche für Lehrkräfte,
  • zentrale Ablagen für Zeitpläne, Dokumente, Praxisadressen und Ansprechpartner,
  • digitale Übersichten zur Zuteilung betreuender Lehrkräfte und zur Aufgabenkoordination,
  • sowie ein digitales Notizbuch zur Dokumentation der Praktikumsbetreuung.

Diese vorbereitenden Schritte legten die Grundlage für eine transparente und abgestimmte Praktikumsbegleitung.

Phase 2: Implementierung im 2. Praktikumsblock

Im Januar/Februar 2026 wurden die entwickelten Materialien und digitalen Abläufe im Unterricht und in der Praxis erprobt.
Sowohl Lehrkräfte als auch Lernende nutzten nun erstmals die neu geschaffenen Strukturen vollständig.

Phase 3: Evaluation & Ausblick

Die anschließende Auswertung umfasst:

  • die Qualität der bereitgestellten Materialien,
  • die Praxistauglichkeit der Aufgabenstellungen,
  • sowie die Dokumentationsprozesse der Lehrkräfte.

Die Rückmeldungen helfen dabei, die Begleitstrukturen weiter auszubauen und sie künftig noch besser an die Bedarfe der Lernenden anzupassen.

 

Ein gemeinsamer Weg – zwei unterschiedliche Ausgangslagen – ein gemeinsames Ziel

Das Projekt zeigt:
Ob im Bereich Sozialassistenz oder Wirtschaft – beide Berufskollegs nutzen die Chancen der Digitalisierung, um Praktika moderner, klarer strukturiert und lernwirksamer zu gestalten.

Die kooperative Zusammenarbeit der beiden Mindener Berufskollegs ist ein Beispiel dafür, wie langfristig tragfähige, schulübergreifende Lösungen entstehen können.
Sie schafft digitale Brücken, die Lernenden den Weg ins Berufsleben erleichtern und gleichzeitig Schulen und Praxisstellen sinnvoll miteinander vernetzen.

 

Ansprechpersonen zum Projekt „Digitale Brücken ins Berufsleben“ finden Sie hier.

(Bild generiert durch Copilot)